Das kleine Terrarium

Eingezogen in dieses 30 x 30 x 46 cm Terrarium sind am 25.10.2014 zwei adulte und vier junge Oreophoetes peruana (Peruanische Farnstabschrecke), die wir auf der Leverkusener Terraristik-Börse erstanden haben. Eines der jüngeren Tiere haben wir später leider verloren, als ich Wasser sprühte und zu spät bemerkte, dass sich das Tier gerade häutete. Meinem Sohn gelang es zwar noch, das Tierchen herauszuziehen. Aber die Hinterbeine blieben nach dem Aushärten nach oben gebogen, so dass es sich damit nicht richtig festhalten und fortbewegen konnte. Einige Zeit später starb auch das adulte Weibchen. Glücklicherweise entpuppte sich eines der Jungtiere dann auch noch als Weibchen. Aktuell haben wir 3,3 adulte Tiere im Terrarium.

Nach 105 Tagen tauchte das erste "Baby" auf. Es mußte aus einem der Eier stammen, welche das Weibchen beim Kauf in das Transportbehältnis gelegt hatte und welche wir mit in das Terrarium gegeben hatten. Leider ist es dann im Wasserschälchen, in welchem die Farnstengel stehen, ertrunken. Die Oberflächenspannung des Wassers war wohl zu groß.

In das Terrarium haben wir als Bodengrund ein Erde-Sand-Gemisch gegeben. Darauf kam eine Lage Moos, welches die Feuchtigkeit speichern soll. Ein bis zweimal am Tag wird gesprüht.

Sollten jetzt noch einmal Jungtiere auftauchen, werden wir sie erst mal in einem seperaten Plastikdöschen mit Luftlöchern an der Seite (darin kaufen Reptilienhalter ihre Futtertiere) aufziehen, bis sie die ersten Häutungsstadien hinter sich haben.

Aktuell tauchen nun fast täglich Jungtiere auf, die wir erst einmal in die Plastikdöschen setzen. Ab einer Länge von ca. 4 cm setzen wir sie dann zurück zu den Alttieren.

Ernährt werden die Oreophoetes peruana mit Farnblättern, die wir wöchentlich neu holen. Da der einheimische Farn, außer an vor Kälte und Witterung etwas geschützteren Plätzen, im Winter zurück geht, haben wir uns extra einen winterharten Farn aus dem Gartencenter in den Garten gepflanzt. Da dessen Blätter aber härter sind als die des üblichen Waldfarns, werden sie nicht so gern gefressen. Bei Farnen aus dem Gartencenter muss man aufpassen, weil die Blätter noch Reste von Düngemitteln und Insektiziden enthalten können.


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